Die Vernunft spricht leise, deshalb wird sie so oft nicht gehört: Garbersee

Letzen Mittwoch machte unsere Klasse mit unserem Klassenlehrer Herrn Helmer und Frau Helmdach eine Exkursion in das kbo-Inn-Salzach-Klinikum in Wasserburg. Dies ist ausgelegt für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatische Medizin, Geriatrie und Neurologie. Es umfasst das Zentralklinikum Wasserburg am Inn, die Klinik in Freilassing sowie die Tageskliniken Rosenheim, Altötting (mit Psychiatrischer Institutsambulanz) und auch eine Tagesklinik in Ebersberg.

Am Vormittag bekamen wir allgemeine Informationen über die Einrichtung und wurden gleichzeitig mit Getränken versorgt. Weiter ging es mit einer Führung über das Gelände sowie der Räumlichkeiten der Ergotherapie. Die Ergotherapie besteht aus verschieden Teilbereichen und soll die Selbstständigkeit der Patienten durch die handwerkliche Arbeit verbessern und somit ihren Alltag erleichtern. Die meisten Teilnehmer sind stationäre Patienten der Klinik. Sie bekommen die Möglichkeit entweder zu basteln, weben, filzen, flechten oder Seidentücher einzufärben. Zudem können sie mit dem sehr biegsamen Pedding-Rohr, mit Speckstein, aus Holz, Leder oder Metall verschiedene  Gegenstände wie z.B. Gürtel, Lederarmbänder oder auch Brotzeitbretter erarbeiten. Sollten die  Patienten kein Interesse daran haben, ihre angefertigten Gegenstände gegen die Materialkosten zu erwerben, können einige ausgewählte Objekte auch in dem integrierten Shop von Besuchern oder Angehörigen erworben werden. Anschließend gab es ein sehr schmackhaftes Mittagessen und einen ausführlichen Vortrag über die Historie sowie die früheren Behandlungsarten des Klinikum. Das Klinikum ist sehr ähnlich aufgebaut wie das Otto-Wagner-Spital in Wien und in einem sogenannten Pavillonsystem angeordnet. Zum Schluss schauten wir uns noch das Psychiatrie-Museum an, welches aus verschiedenen Geräten und anderen Gegenständen bestand, die früher im Alltag der Patient ein hohes Vorkommen hatten. Beendet haben wir unseren Besuch damit, uns im dargebotenen Gästebuch zu verewigen. Abschließend lässt sich sagen, dass die damaligen Methoden den betroffenen Menschen zu helfen, uns heutzutage teilweise dann doch sehr fragwürdig erscheinen, allerdings war der Gedanke dahinter den Menschen zu helfen und ihnen ihr Leben zu erleichtern schon damals vorhanden. Der Ausflug war sehr interessant und lehrreich. Generell kann ich diese Exkursion besonders (aber sicher nicht nur!) für die Sozial-Klassen unserer Schule sehr empfehlen, um einen kleinen Einblick darin zu erhalten, was man in der Theorie lernt.

Eure Julia Einhenkel FS13a